Meditation

Wofür ist Meditation gut?

Rein medizinisch gesehen, könnte ich jetzt eine Liste mit fundierten wissenschaftlichen Ergebnissen über den Nutzen von Meditation darlegen.
Das möchte ich aber nicht. Es ist zwar interessant doch hier wenig hilfreich, denn Meditation ist nicht zielorientiert.

Meditation bedeutet, im Moment zu leben, sich selbst gewahr zu sein, keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur jetzt – nur Sein!

Warum sollte ich mich, evtl. Schmerzen beim Meditieren, aussetzen?

Einige von uns haben Rücken- oder Knieprobleme. Da kann es natürlich sein, dass wenn wir länger in einer Position bleiben, es anfängt weh zu tun.
Ob wir nun im Schneidersitz, angelehnt, mit gestreckten Beinen oder auf einem Stuhl sitzen, ist dabei nicht vorrangig, die Hauptsache ist, dass die Wirbelsäule aufrecht bleibt.
Wichtig ist, dass wir trotz körperlicher Einschränkungen nicht auf die uns gegebene Möglichkeit des Meditierens verzichten!
Es kann auch sein, dass uns nichts weh tut und plötzlich in der Meditation Schmerzen auftreten. Vielleicht beißen wir die Zähne aufeinander und der Kiefer tut weh oder es sticht ganz unerträglich an einer Stelle des Rückens, weil wir uns anspannen.
Du kannst den Schmerz betrachten, identifiziere Dich nicht mit dem Schmerz.
Du bist nicht der Schmerz.
Natürlich kannst Du Dich auch fragen, warum spanne ich mich an? Möchte ich mich gerade vor etwas schützen, verteidigt sich mein Ego gerade und baut Widerstände auf, um nicht weiterzumachen? Lerne zu erkennen, dass alle körperlichen, so wie emotionalen Zustände kommen und gehen!

Aber warum soll ich nun meditieren?

Eigentlich gibt es keine konkrete Antwort auf diese Frage.
Wenn Meditation ein „Ziel“ hat, dann das, dass wir uns wieder an unseren ursprünglichen Zustand erinnern.
Denn was Meditieren hervorbringt ist uns selbst.

Nun ist es manchmal gar nicht so angenehm, sich ohne Ablenkungen zu betrachten.
Die eigenen Schwächen und Verletzungen, aber auch Stärken und Freuden wahrzunehmen.
Der Verstand ist dabei nicht sehr hilfreich und bombardiert uns mit Gedanken und Sorgen während der Meditation, um unser Ego zu schützen.
Jeder hat sein eigenes Ego, seine eigene Welt von Vorstellungen, konstruiert durch die Vergangenheit und Konditionierungen. Du bist aber nicht das Ego!
Wie willst Du das Ego sein?

Ein Beispiel: Ich denke an einen Arbeitskollegen und fühle Ärger in mir, weil er mich nicht unterstützt hat. Ich denke daran, dass es nicht das erste Mal war in meinem Leben, dass ich keine Unterstützung bekommen habe. Jetzt wäre es ein Leichtes mich noch weiter in die vergangenen Situationen und Gefühle hineinzusteigern. Anstatt dessen, rufe ich mir eine Situation mit dem Kollegen ins Gedächtnis, in der ich nett mit ihm geplaudert habe und wir uns angelächelt und unsere Freude geteilt haben.
Doch beide erinnerten Momente sind schon längst vergangen und sind kein Ist-Zustand mehr!
Wie kann dann das eine oder das andere überhaupt existieren, es ist doch schon nicht mehr im Hier und Jetzt vorhanden? Und wie soll das dann auch noch Ich sein?

Egal ob Du einen Gedanken oder ein Gefühl während der Meditation oder im Alltag hast. Betrachte ihn oder es, und Du wirst feststellen, das bist nicht Du! Wie kannst Du der eine Gedanke oder das eine Gefühl sein, wenn Du vorher auch schon ein anderer Gedanke oder ein anderes Gefühl warst?

Durch Meditation erfährst Du den Moment des Seins!

Und was bringt mir das jetzt?

Wir leben in einer fortwährenden Dualität, von unseren selbst erdachten Grenzen, zwischen dem was wir für positiv oder negativ befinden. Durch Meditation hast Du die Möglichkeit, diese Grenzen aufzulösen.

Das Ego wird nach und nach seine Kraft verlieren und es wird ruhiger in Deinem Kopf.
Du wirst viel öfter merken, wenn Du Dich durch dein Ego fernsteuern lässt.
Das reine betrachten von Gefühlen und Gedanken ohne daran festzuhalten, nimmt dem Ego die Macht. Du bist selbstbestimmter und kannst gelassener im Moment verweilen.
Situationen, die vorher vielleicht schwierig für Dich waren, sind jetzt leichter.
Es ist wunderbar diese Momente zu erleben, neue Energie zu schöpfen und frei zu sein!

In freudiger Erwartung auf gemeinsames Meditieren.

Susanne Frost

 

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